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FAQ · Photovoltaik
Photovoltaik & Solaranlage: die wichtigsten Fragen.
Dach, Module, Wechselrichter, Anmeldung, Ertrag, Garantie und Wirtschaftlichkeit. Die Antworten kommen aus unseren Produktseiten und Ratgebern und werden hier an einer Stelle zusammengeführt.Direkt suchen
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Produktwissen + Ratgeber an einer StelleHäufige Fragen zu Photovoltaik
Ab wieviel qm lohnt sich eine Solaranlage?
Eine feste Mindestfläche gibt es nicht. Für viele Einfamilienhäuser wird es ab etwa 15 bis 20 m² nutzbarer Dachfläche interessant. Darunter kann es sich ebenfalls lohnen, wenn der Eigenverbrauch gut passt.
Ändert sich die Förderung 2027?
Möglicherweise: Eine EEG-Reform ist in Beratung, die die feste Einspeisevergütung für Neuanlagen ab 2027 durch ein anderes Modell ersetzen könnte – beschlossen ist sie noch nicht. Sicher ist der Bestandsschutz: Wer vorher in Betrieb nimmt, behält seine Konditionen 20 Jahre. Das ist ein sachliches Argument, Projekte nicht unnötig zu schieben – aber kein Grund für Panik-Käufe.
Bekomme ich meine Anzahlung zurück?
In den meisten Fällen nur zu einem kleinen Teil. Insolvenzquoten in Deutschland liegen typisch bei 2 bis 10 % der angemeldeten Forderungen, die Auszahlung erfolgt nach 1 bis 3 Jahren. Bessere Aussichten bestehen, wenn der Solarteur eine Anzahlungsbürgschaft, Vertragserfüllungsbürgschaft oder Insolvenzschutzversicherung hatte – das war bei kleineren Betrieben leider die Ausnahme.
Brauche ich einen Bauantrag für eine PV-Anlage auf dem Gewerbedach?
Bei reiner Dachbelegung in der Regel nicht. Bei Aufständerungen auf Flachdächern, die bestimmte Höhen überschreiten, oder bei statischen Veränderungen am Gebäude kann eine Baugenehmigung nötig werden. Bei Freiflächenanlagen ist sie immer Pflicht. Im Zweifel die zuständige Bauaufsicht früh einbinden.
Brauche ich einen neuen Zähler?
Ja – einen Zweirichtungszähler, der Einspeisung und Bezug separat erfasst. Der Tausch erfolgt durch den Messstellenbetreiber im Rahmen der Anlagenanmeldung. Bei Anlagen über 7 kWp Erzeugungsleistung greift die Pflicht zum intelligenten Messsystem (Smart Meter mit Datenanbindung). Bei kleineren Anlagen reicht meist eine moderne Messeinrichtung. Kosten typisch 20 bis 130 € pro Jahr je nach Zählertyp.
Brauche ich für eine Gewerbeanlage zwingend einen Speicher?
Oft nicht. Wenn der Hauptverbrauch tagsüber liegt, deckt die PV-Anlage den Bedarf direkt ab. Ein Speicher kann später ergänzt werden, wenn dynamische Tarife, Peak Shaving oder eine Notstromfunktion wirtschaftlich werden. Pauschal „Speicher dazu" wie im Privatbereich ergibt im Gewerbe selten Sinn.
Braucht ein PV-Unternehmen zwingend einen Meister?
Für die selbstständige Ausübung eines zulassungspflichtigen Handwerks ist grundsätzlich eine Eintragung in die Handwerksrolle erforderlich. Diese setzt regelmäßig eine Meisterqualifikation oder eine andere gesetzlich anerkannte Eintragungsvoraussetzung voraus. Welche Anforderungen im Einzelfall gelten, hängt von den tatsächlich angebotenen und ausgeführten Tätigkeiten ab.
Braucht man für eine Solaranlage zwingend einen Speicher?
Nein. Eine Solaranlage kann auch ohne Speicher sehr sinnvoll sein. Entscheidend ist, wie dein Stromverbrauch über den Tag verteilt ist und welche Ziele du mit der Anlage verfolgst.
Darf ich die Anlage selbst weiterbenutzen?
Wenn die Anlage abgenommen und im Eigentum des Kunden ist, ja. Die Anlage gehört dir, kannst du nutzen, der Strom fließt weiter. Wenn die Anlage noch nicht vollständig bezahlt war oder Komponenten unter Eigentumsvorbehalt stehen, ist die rechtliche Lage komplizierter und gehört geklärt, bevor die Anlage weiterbetrieben wird.
Dürfen Komplettanbieter Nachunternehmer einsetzen?
Ja. Entscheidend ist, dass die jeweiligen Arbeiten durch qualifizierte und berechtigte Fachbetriebe ausgeführt werden. Für Kunden müssen Zuständigkeiten, Prüfung, Dokumentation, Gewährleistung und Service transparent geregelt sein.
Erzeugt eine Solaranlage im Winter überhaupt Strom?
Ja. Auch im Winter erzeugt eine Solaranlage Strom, nur deutlich weniger als in den sonnenstarken Monaten. Wie viel genau zusammenkommt, hängt stark von Dach, Wetter, Ausrichtung und Verschattung ab.
Für wen lohnt sich eine 15 kWp Anlage besonders?
Sie ist oft besonders interessant für Häuser mit hoher Dachnutzung und höherem Strombedarf – zum Beispiel mit Wärmepumpe, Wallbox oder generell starkem Eigenverbrauchspotenzial.
Gehört die Anmeldung beim Netzbetreiber zur Planung dazu?
Ja. Auch bei der Kombination aus Solaranlage und E-Auto gehören Anmeldung, Inbetriebnahme und technische Abstimmung sauber zur Planung dazu.
Geht Notstrom mit beiden Topologien?
Ja, aber unterschiedlich umgesetzt. Hybrid-Wechselrichter haben oft eine integrierte Notstromfunktion. AC-gekoppelte Systeme brauchen meist einen zusätzlichen Backup-Switch oder eine Inselnetzbildung über den Speicher-Wechselrichter.
Gibt es 2026 einen direkten staatlichen Zuschuss für PV-Anlagen?
Bundesweit nein – die Bundesförderung läuft über Steuerbefreiungen, Einspeisevergütung und KfW-Kredite. Direkte Zuschüsse gibt es nur regional (Land, Kommune, teils Stadtwerke), mit wechselnden Budgets. Deshalb: vor der Beauftragung tagesaktuell prüfen.
Gilt die 0 % Mehrwertsteuer auch für den Batteriespeicher?
Ja – Speicher fallen ausdrücklich unter den Nullsteuersatz, sowohl beim gemeinsamen Kauf mit der Anlage als auch bei späterer Nachrüstung. Gleiches gilt für wesentliche Komponenten wie Wechselrichter und Montagesystem.
Ich habe eine Altanlage mit Regelbesteuerung – was soll ich tun?
Prüfen lassen, ob und wann der Wechsel in die Kleinunternehmerregelung sinnvoll ist – dabei spielen Fristen und ggf. die Vorsteuer-Berichtigung eine Rolle. Das ist ein Fall für den Steuerberater; die technische Seite (z. B. Repowering oder Speicher-Nachrüstung) planen wir gern parallel dazu.
Ist 0 € Anzahlung wirklich möglich?
Ja, wenn der Anbieter wirtschaftlich stabil ist und Material plus Lohn vorfinanzieren kann. Solche Anbieter haben entweder substanzielles Eigenkapital, eine Bankenlinie oder ein Geschäftsmodell, das sie tragen können. „0 € Anzahlung" als reines Marketing ohne wirtschaftliche Substanz dahinter ist riskant – das Risiko verschiebt sich nur in andere Phasen des Auftrags.
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